12.4.08
20.11.06
Wake up the Gimp - Party bei Opa
An diesem Wochenende habe ich mich mit Papa einfach weggeschlichen zu Opa, um dort das Wochenende zu verbringen. Ich glaube, Mama hat das gar nicht gemerkt. Wir sind einfach ins Auto gestiegen und haben behauptet, wir würden einkaufen fahren, und schwupps, waren wir bei Opa, hatten vorher noch Max und Onkel Olli ("den alten Schlabbel") und zwei schlechte (von o.g. ausgesuchte) Filme abgeholt, um uns ein wildes Wochenende zu machen. Keiner konnte ahnen, wie das enden würde. Es fing alles ganz harmlos an. Ein toller Samstagnachmittag, an dem ich mal wieder ausgiebig mit Max spielen konnte. Dine und das Baby (im Bauch, es wird ein Christkind, wie es aussieht) kamen dann auch noch irgendwann, es war einfach richtig schön. Nur gegen abend war ich nicht ganz sicher, ob Papa das Ins-Bett-Bringen genauso professionell handhaben konnte wie Mama und ich hinterfragte kurz (aber lautstark) die Idee des freien Wochenendes ohne die obengenannte. Papas Kunst in der Beweisführung durch Widerspruch (schließlich hat er es studiert) liess mir dann aber keine Wahl.
Angenommen, Mama "wäre" hier, wäre ich dann so müde vom vielen Auf-Dem-Bett-Rumhüpfen, Vom-Bett-Runterhüpfen, Kissenschlacht-Mit-Max-Machen, Seile-Auf-Dem-Spielplatz-Hochklettern, Murmelspielen, Klavierspielen und Nudelnessen? Nein! Es schien also doch etwas gutes (und müde machendes) daran zu sein, mal mit Papa unterwegs zu sein. Und mit den Gedanken schlief ich dann ein.Papa versuchte noch, den von Onkel Olli mitgebrachten Filmen etwas abzugewinnen, aber der Abend endete wie fast jeder DVD-Abend, an dem Rid (wie er zärtlich genannt wird) Filme aussucht und mit dem Auto da ist: Papa betrunken und geht vor Ende des Films ins Bett, Onkel Olli schaut frustriert den Film zuende in der Hoffnung, er würde doch noch irgendwann spannend. Ist halt unverbesserlich.
Nachdem Papa mich am nächsten Morgen dann geweckt hatte, hätte er lieber gleich den Gimp mitgeweckt. Dann wären wir nach unten gegangen und hätte da mal richtig aufgeräumt. Ich traute meinen Augen kaum: Leute, Leute und nochmal Leute, alle waren am Essen und am Singen. WAS WAR DA LOS?? Opa hatte letztens noch behauptet, er wolle seinen Geburtstag NUR in Südtirol (s.o.) mit uns feiern, gab aber an dem Sonntag, ohne dass ich es ahnte, seine bereits zweite Party zuhause.
Zum Glück fanden Max und ich dann neben den ganzen großen Leuten (die mich teilweise noch nicht kannten) dann auch noch einen kleinen Spielkameraden, den wir zwar auch noch nicht kannten, der sich aber als ganz nett herausstellte. Ich hoffe jedoch im Sinne von Papa, dass sich das Bild bei den Parties, die ich später alleine besuche oder ausrichte nicht wiederholt. Ich total erschöpft zwischen mehreren Typen, die sich auch noch von mir füttern lassen. Dabei haben wir nur Wasser getrunken!
4.10.06
Great Grand Daddy's War Watch III - Mal wieder im "URL"-aub
Na, das war eine Freude. Mama und Papa haben mich mal wieder mit in den Urlaub genommen. Und diesmal noch weiter weg als das letzte Mal. In Italien! Naja, war eher Südtirol, was die Italiener nicht wirklich als Italien bezeichnen würden, da dort immer noch hauptsächlich deutsch gesprochen wird. Zum Glück wachse ich fast zweisprachig auf und konnte daher auch die zweisprachigen Strassenschilder lesen. Daneben kann ich auch schon "Basta così" und "Altrettanto" sagen, zur allgemeinen Erheiterung in Pizzerien wird auch immer gerne ein "Ciao bello" oder "Buon Giorno" genommen. Kurz gesagt, man kann mich hier aussetzen und ich komm schon klar. Worum es in Italien noch geht (um nicht zu verhungern), habe ich auch schnell gemerkt. Denn das erste, was ich nach Überqueren der Grenze zur Freude meiner Eltern von mir gab, war: "Sara möchte gerne Nudeln essen." Bis sie mir aber "Una grande porzione di spaghetti al ragù" beigebracht haben, kann es auch nicht mehr lange dauern.Das Beste war aber, dass da in Italien (und auch schon auf der Fahrt) nicht nur meine langweiligen Eltern zugegen waren, sondern auch Onkel Olli ("der alte Schlabbel"), Tante Dine und Max (Vincent), auf den ich mich besonders gefreut habe. In Italien selbst begrüßten uns dann unser Gastgeber Opa Klaus (er hat uns dahin nämlich zu seinem 70. Geburtstag eingeladen) und Oma Christel.
Ein strammes Programm hatten die sich überlegt. Die wussten wohl, dass ich nichts lieber tue als wandern, was dann auch sofort am ersten Tag an der Tagesordnung war. Hier muss ich mal eben eine kleine Pause machen und mich zwischen Papa und Opa setzen. Selbst Tante Dine, die am meisten zu schleppen hatte (neben Onkel Olli) machte die strammen Wanderungen mit, die Oma und Opa ausgesucht hatten.
Dafür gab es abends dann immer ein Erholungsprogramm auf der Kegelbahn, beim Rommé-Spielen oder "am Bar", wo ich regelmäßig "Wiski" getrunken habe. In der Bar gab es sogar Kinderbücher, die ich lesen konnte, und Max hatte immer eine Tasche voll Dinos mit. Und noch was tolles gibt es zu berichten: Papa hat kein einziges Mal mit dem "Büho" telefoniert (zumindest nicht, dass ich es mitbekommen hätte) und ist auch nicht angerufen worden, obwohl sein momentaner Lieblingskunde ihn hätte loker besuchen kommen können aus Österreich.
Gut, dass das nicht sein musste, er lernt dazu, "der alte Bongel". Also der Max (Vincent) der kann ruhig mal öfter vorbeikommen; ich habe mich sowas von gut verstanden mit ihm, nur leider war der Urlaub zu kurz (wie eigentlich jeder), denn als wir anfingen, so richtig zusammen zu spielen und uns von Oma was vorlesen zu lassen. Und als er mir auch mal freiwillig ein paar Dinos abgab und mir sogar persönlich vorstellte, war der Urlaub schon wieder vorbei.Naja, der nächste kommt bestimmt ...
4.8.06
Deadly Viper Assassination Squad - Sommerfest in Papas Firma
Viele meinen ja, Papa wäre "von den Läden" und arbeitet bei esprit, dabei arbeitet der nur in so einer Frickelbude mit einem ähnlichen Namen in Dortmund. Da fährt er jeden morgen hin. Aber heute hat er uns mit zu seinen Kollegen genommen, und wir sind alle zusammen Boot gefahren auf der Möhne. Ich musste mich ganz schön konzentrieren, um einen guten Eindruck auf Papas Arbeitskollegen (insbesondere die Langhaarigen) zu machen. Einer davon hat sofort angebissen und musste Papa und mich unbedingt fotografieren, als wir auf das Schiff warteten.
Ein paar wasserscheue Drückeberger haben sich allerdings auf den Golfplatz geflüchtet und dort mit langen Stöcken Bälle durch die Gegend geschlagen. So richtig viel hätte ich da nicht mit anfangen können, wie ich später gemerkt habe. Nur die Idee, dass man jemanden hat, der einem die Sachen hinterherträgt und den man herumkommandieren kann (Caddy [oder Daddy?] nennt man das wohl [Papa nennt das allerdings "Gelinksi" oder so]), gefiel mir ganz gut, obwohl ich das ja auch von zuhause kenne ...
13.7.06
Beyten aka Mummy - Meine Tage daheim
Nach dem Urlaub und all den anderen familiären Verpflichtungen war ich dann auch mal froh, wieder einfach nur mit Mama zuhause zu sein und schöne Tage zu verbringen. Da gibt es ja selbst an normalen Tagen immer wieder was zu erleben, ob's nun ein Frühstück mit meiner Freundin Celina (nach der ich jetzt auch eine meiner Puppen benannt habe) ist. Celina ist echt eine nette. Abends erzähle ich Papa immer ganz viel davon, wenn sie am Tag bei uns zu Besuch war. Manchmal treffe ich sie auch einfach zufällig auf der Strasse (sie wohnt bei uns um die Ecke). Dann nehme ich sie sogar an die Hand und gehe mit ihr zum Spielplatz. Manchmal nehme ich auch einfach nur Mama an die Hand und führe sie aus in den Park. Vor kurzem hatten wir da einen Fototermin. Seitdem hat Papa keinen Platz mehr für andere Fotos (z.B. von Uma Thurman) auf seinem Büroschreibtisch.
Teilweise erlebe ich tagsüber so viel, dass ich das am Abend, wenn Papa kommt, kaum in Worte fassen kann. Aber er merkt immer, wenn ich mich richtig wohlfühle. Da kann ich dann auch mal dummes Zeug quatschen. Z.B. immer nur "am Piepatz", wenn Papa fragt, wo ich war, und "Nudeln", wenn Papa fragt, was ich gegessen habe und "Mammut gucken", wenn er wissen will, was ich am liebsten mache ... Wenn der wüsste, was sich dahinter manchmal alles versteckt. Aber irgendwann wird er es mal von mir erfahren.
5.5.06
El Paso - Die Reise ins "Url"
Naja, ganz bis El Paso ging es nicht, aber das, was Mama und Papa als "Url"(aub) bezeichneten, war auch ganz schön. In Fachkreisen wurde das auch Bayern genannt, und wer sich besonders gut auskennt, weiss, dass "Reit im Winkl" fast schon in Österreich liegt. Trotzdem war es da sonnig und schön. Mein erster Urlaub, auf den ich mich mit heftigem "Url"-Gerufe auch schon riesig gefreut habe.Das beste kam dann aber schon am zweiten Urlaubstag, dem ersten Mai. Da wurde nämlich - bayerische Tradition - in Reit im Winkl der Maibaum aufgebaut. Die haben da mehrere Stunden für gebraucht, Papa hat sich schon den ersten Sonnenbrand geholt, es gab Blasmusik und "BIÄ". Alles in allem ein runder Tag, der mich wahrscheinlich noch bis in mein xtes Lebensjahr verfolgen wird. "MAI", "MAI", "MAI", sind momentan (passend zum Monat) meine Lieblingsschlachtrufe.
Alle Erlebnisse, die danach kamen, waren nicht im mindesten so eindrucksvoll.
Onkel Eberhard und Tante Brigitta kamen uns mit Eika besuchen. Das ist vielleicht ein kuscheliger Hund, der gar nicht gebellt hat. Den habe ich sofort liebgewonnen und wollte ihn immer streicheln. Nur, wenn er an Onkel Eberhard hochgesprungen ist, habe ich mich immer erschreckt. Aber er/sie hatte mich auch sofort gern, das habe ich gemerkt. Aber auch Eika, die vielen Wanderungen am Bach entlang in die Stadt, oder die leckeren Nudeln, die Oma immer für mich gekocht hat, konnten doch nie über das eigentlich Wichtigste in diesem Urlaub hinwegtäuschen. 
Wichtig blieb doch einzig und allein, dass "MAI" ist (wo man komische Bäume aufstellt), und dann noch mit so schönem Wetter anbei. Sogar Mama schien sich in der Sonne so richtig erholt zu haben, sie brauchte noch nicht einmal eine Sonnenbrille (sah aber daher auch nicht so cool aus wie ich).
24.4.06
Black Mamba - Ein Tag im Zoo
Am Wochenende - genauer den ganzen Samstag lang - waren wir endlich mal im Münsteraner Zoo. Nachdem Papa mir schon irgendwann einmal im Hammer Tierpark einen Vorgeschmack gegeben hatte, war das nun eine Riesennummer größer (und latürnich auch teurer). Aber wenn Mama und Papa schonmal Steuern wiederkriegen, kann man sich das auch mal leisten. Die gönnen mir ja sonst nichts (immer nur Nudeln ohne Soße und Gemüse ohne Gewürze, wo die immer dran sparen, ts ts ts). Aber davon wollte ich ja gar nicht erzählen, wie ich hier zuhause behandelt werde, sondern was am Wochenende los war. Wir hatten uns mit Onkel Andy, Tante Susan, Cousine Julia, Onkel Olli und Vetter (Max) Vincent verabredet für einen Tag im Zoo. Da gings dann auch gleich um 11 Uhr los mit dem Bären - Haus. Eine entfernte Ähnlichkeit mit den Teddys, die bei uns zuhause in jeder Ecke liegen, konnte ich feststellen, schmusen wollte ich mit denen im Zoo dann aber doch nicht, obwohl die einen sehr trägen Eindruck machten, insbesondere der Braunbär, der ganz schön bekifft zu sein schien. War wohl eine Leihgabe aus dem Stuttgarter Zoo.
Danach gings zu den Hopp Hopp Pferden. Seit Neuestem (zumindest seit Mama und Papa zuletzt im Zoo waren) gibt es jetzt das Pferdemuseum im Zoo, das sieht schon nach was aus. Ganz toll. Pferde gibt es ja bei uns in Hiltrup auch ganz schön viele, aber die sind nicht so schön wie die im Zoo. Nachdem ich mit meiner Sextanerblase dann schon zum zweiten Mal wickeln war, ging ich mit mama zu den Delfinen; das war ein Spass; Mann war da was los. Papa ist draussen geblieben und hat auf Mamas selbstgebackene Muffins aufgepasst, komisch, dass trotzdem danach keine mehr da waren, obwohl er drauf aufgepasst hat.
Hm, ... Überhaupt gab es sooo viel zu essen, dass ich ganz platt war, als wir mal ne Pause machten. Fast wäre ich neben Julia von der Bank gerutscht. Nicht wundern, dass ich so dick angezogen war. Es wurde zwar nach und nach wärmer und es kam sogar die Sonne raus, aber bis ca. 15 Uhr konnte man noch gut Schal, Mütze und Strumpfhose vertragen. Trotzdem war ich den ganzen Tag auf den Beinen und musste sogar (Max) Vincent meinen Kinderwagen ausleihen, weil der nicht mehr konnte. Während er ein Schläfchen machte, habe ich mir dann noch die Elefanten angeguckt (die auch um einiges größer waren als die in meinem Kinderzimmer; so kann man sich in den Dimensionen vertun) und habe dann noch an einer Rollstuhlrampe Bergtraining gemacht.
Selbst Mama machte irgendwann schlapp und hat dann vorgeschoben, dass ich schon zweimal geniest habe, damit sie endlich nach Hause ins Bett konnte. Nagut, ich bin dann solidarisch auch früh schlafen gegangen, nicht ohne, Papa den ganzen Abend noch "Gei" zu nennen, so wie er es mir den ganzen Tag über beigebracht hat; und ich dachte immer, der hieße "Raphael". Aber nachdem ich an dem Tag soviel neue Sachen gelernt habe, hat mich auch das nicht mehr gewundert. Nur eine "Black Mamba" habe ich nicht kennengelernt; da lag nur eine träge Python herum, dabei hat eine (ehemals) gute Freundin mal gesagt The amount of venom that can be delivered from
a single bit [of a black mamba]
can be gargantuan.
Die hätte ich gerne auch noch gesehen, aber vielleicht kann Papa mir ja mal eine Black Mamba auf ner DVD zeigen. Ich glaube, er hat da eine große Auswahl zuhause. Im Moment muss ich mich aber mit harmlosen Rattenhörnchen begnügen, die in der Eiszeit Eicheln sammeln.Sowas komisches, wer glaubt denn an so einen Quatsch. Vielleicht (Max) Vincent, aber ich doch nicht.