3.7.05

Great-Granddaddy's War Watch - Wieder mal Oma und Opa


In der Zeit, die immer vergeht, bis ich Oma und Opa mal wieder sehe, kann man schon mehrere Uhren kaufen, diese im Hintern verstecken, wieder herausoperieren, einige Schützengräben durchqueren und Papa und Mama einige graue Haare wachsen lassen. Aber ab und zu lassen sie sich dann doch nochmal sehen. Und ganz so unbekannt sind sie dann doch nicht mehr. Inzwischen erschrecke ich mich nicht mehr vor Opa Klaus' Bart und Brille und Oma Chrissel's Gebimsel Gebamsel, was sie immer um den Hals trägt, wird auch immer spannender. Ausserdem gibt's ja meistens auch immer kleine und große Geschenke, die auch nicht zu verachten sind.
Und mit wie wenig Rumgebrabbel und -gelache man die glücklich machen kann. Da muss ich Mama und Papa schon mehr bieten, obwohl die eigentlich auch immer strahlen, wenn die mich (und manchmal sogar wenn die in meine Windel) sehen.

Oma und Opa Volken sind schon ein bischen öfter da; die haben anscheinend nicht so einen ganz stressigen Urlaubskalender wie die anderen Omas und Opas, obwohl sie auch immer aus fernen Orten wie Russland, Türkei, Polen, ... Karten schreiben und auf'm Handy anrufen. Sogar SMS schreiben können die schon. Da brech ich mir noch die Finger bei ab. Papa und Mama lassen mich aber auch nie lange genug üben, wenn ich deren Handys mal in die Finger bekomme. Oma und Opa Volken bringen dann oft auch meine kleine Cousine Julia mit (jaja, jetzt fange ich nicht wieder an, die Julias zu zählen). Und wenn sie nicht mitkommt, schickt sie mir wenigstens immer ein Bild, was bei uns in der Küche aufgehängt wird. Bald hängen da aber hoffentlich bald auch Bilder von mir. Wartet, wenn ich mal Stifte in die Hand bekomme. Dann kann Papa endlich die Wohnung schwarz streichen ...