11.7.05

Redondo Beach - Ein Sonntag am Strand

Mein großer Freund Vincent Vega wohnt ja in Redondo Beach (www.redondo.org), wie Insidern bekannt sein müsste, aber wer weiss schon, dass auch Hiltrup, der größte Stadtteil von Münster, einen Strand hat? Da waren Mama, Papa und ich nämlich heute. Das war gar nicht mal so übel, Mama konnte ihren neuen Rock in den Wind hängen und Papa hat immer mal wieder versucht, den versäumten Schlaf der Woche auf der Decke mit den Ameisen nachzuholen, was ihm aber nicht geglückt ist.
Dafür durfte er aber den ganzen nachmittag mit mir spielen, das war schön. Am besten haben ihm die Spiele "Und ich steck das Gras doch in den Mund" und "Welche Muster kann man mit den Möhrchen von heute mittag auf der Krabbeldecke machen" gefallen. Da wurden er und Mama immer ganz schön hektisch.
 
Eigentlich hätte auch noch unser riesiger Freund Paulus kommen sollen. Der schien aber sein Strohwitwer-Dasein zu sehr genossen zu haben und hat es dann doch nicht mehr geschafft. Klar, wenn man 3 Frauen zuhause hat, und die mal weg sind. Papa ist ja schon mit zweien überfordert. Naja, wir haben uns dann Paulus' Papa Paul abends im Fernsehen angeguckt, war aber kein richtiger Ersatz.

The metric system - Mathe Doc's Daughter

Sara Doesig
Jetzt geht's schon los mit meinem Mathe-Papa. Wisst ihr, was jetzt hier morgens und abends abgeht?? Alles wird abgemessen! Also, morgens setzt sich Papa hin und macht genau 5 Fläschchen Milch fertig für den Tag (Mama will immer, dass er 6 macht, aber er sieht das nicht ein, weil er festgestellt hat, dass abends immer eins übrigbleibt, was er selbst mit Diebels verdünnt trinken muss, damit es nicht weggeschmissen wird). Also macht er fünf. Einmal 210ml für das erste Frühstück, dann 175ml für das zweite Frühstück. Nochmal 175ml für nach dem Mittagessen und 140ml für nach dem Birnenbrei nachmittags. Und eine Riesenflasche 245ml für abends zum Einschlafen. Dann zählt er immer die Teelöffel, die er abends an Banananbrei in mich reinzwängen kann ;)

Eine endlose Zählerei ist da an der Tagesordnung. Da wird man ganz kirre von. Jetzt kam er ganz stolz von der Emeritierung seines Doktorvaters nach Hause (hey, ich hab einen Doktoropa und zwei richtige Opas, cool!!) und sagte, es gäbe genau 17 ordentliche Gruppen von E^2, der Gruppe der Translationen von Z^2, die als Quotient einen Torus bilden. Glaubt man's noch?
Dafür ärger ich ihn jetzt immer. Der möchte doch tatsächlich, dass ich "Papa" sage. Da hat er sich aber geschnitten. Immer, wenn er mir das vorplappert, sage ich bewusst "Mama", auch wenn die gerade mal nicht da ist. Soll er doch sehen, wie er darauf klarkommt. Eher sage ich "Q adjungiert Wurzel p" oder "JSP" ... :-b

3.7.05

Great-Granddaddy's War Watch - Wieder mal Oma und Opa


In der Zeit, die immer vergeht, bis ich Oma und Opa mal wieder sehe, kann man schon mehrere Uhren kaufen, diese im Hintern verstecken, wieder herausoperieren, einige Schützengräben durchqueren und Papa und Mama einige graue Haare wachsen lassen. Aber ab und zu lassen sie sich dann doch nochmal sehen. Und ganz so unbekannt sind sie dann doch nicht mehr. Inzwischen erschrecke ich mich nicht mehr vor Opa Klaus' Bart und Brille und Oma Chrissel's Gebimsel Gebamsel, was sie immer um den Hals trägt, wird auch immer spannender. Ausserdem gibt's ja meistens auch immer kleine und große Geschenke, die auch nicht zu verachten sind.
Und mit wie wenig Rumgebrabbel und -gelache man die glücklich machen kann. Da muss ich Mama und Papa schon mehr bieten, obwohl die eigentlich auch immer strahlen, wenn die mich (und manchmal sogar wenn die in meine Windel) sehen.

Oma und Opa Volken sind schon ein bischen öfter da; die haben anscheinend nicht so einen ganz stressigen Urlaubskalender wie die anderen Omas und Opas, obwohl sie auch immer aus fernen Orten wie Russland, Türkei, Polen, ... Karten schreiben und auf'm Handy anrufen. Sogar SMS schreiben können die schon. Da brech ich mir noch die Finger bei ab. Papa und Mama lassen mich aber auch nie lange genug üben, wenn ich deren Handys mal in die Finger bekomme. Oma und Opa Volken bringen dann oft auch meine kleine Cousine Julia mit (jaja, jetzt fange ich nicht wieder an, die Julias zu zählen). Und wenn sie nicht mitkommt, schickt sie mir wenigstens immer ein Bild, was bei uns in der Küche aufgehängt wird. Bald hängen da aber hoffentlich bald auch Bilder von mir. Wartet, wenn ich mal Stifte in die Hand bekomme. Dann kann Papa endlich die Wohnung schwarz streichen ...