20.11.06

Wake up the Gimp - Party bei Opa

An diesem Wochenende habe ich mich mit Papa einfach weggeschlichen zu Opa, um dort das Wochenende zu verbringen. Ich glaube, Mama hat das gar nicht gemerkt. Wir sind einfach ins Auto gestiegen und haben behauptet, wir würden einkaufen fahren, und schwupps, waren wir bei Opa, hatten vorher noch Max und Onkel Olli ("den alten Schlabbel") und zwei schlechte (von o.g. ausgesuchte) Filme abgeholt, um uns ein wildes Wochenende zu machen. Keiner konnte ahnen, wie das enden würde. Es fing alles ganz harmlos an. Ein toller Samstagnachmittag, an dem ich mal wieder ausgiebig mit Max spielen konnte. Dine und das Baby (im Bauch, es wird ein Christkind, wie es aussieht) kamen dann auch noch irgendwann, es war einfach richtig schön. Nur gegen abend war ich nicht ganz sicher, ob Papa das Ins-Bett-Bringen genauso professionell handhaben konnte wie Mama und ich hinterfragte kurz (aber lautstark) die Idee des freien Wochenendes ohne die obengenannte. Papas Kunst in der Beweisführung durch Widerspruch (schließlich hat er es studiert) liess mir dann aber keine Wahl. Angenommen, Mama "wäre" hier, wäre ich dann so müde vom vielen Auf-Dem-Bett-Rumhüpfen, Vom-Bett-Runterhüpfen, Kissenschlacht-Mit-Max-Machen, Seile-Auf-Dem-Spielplatz-Hochklettern, Murmelspielen, Klavierspielen und Nudelnessen? Nein! Es schien also doch etwas gutes (und müde machendes) daran zu sein, mal mit Papa unterwegs zu sein. Und mit den Gedanken schlief ich dann ein.
Papa versuchte noch, den von Onkel Olli mitgebrachten Filmen etwas abzugewinnen, aber der Abend endete wie fast jeder DVD-Abend, an dem Rid (wie er zärtlich genannt wird) Filme aussucht und mit dem Auto da ist: Papa betrunken und geht vor Ende des Films ins Bett, Onkel Olli schaut frustriert den Film zuende in der Hoffnung, er würde doch noch irgendwann spannend. Ist halt unverbesserlich.
Nachdem Papa mich am nächsten Morgen dann geweckt hatte, hätte er lieber gleich den Gimp mitgeweckt. Dann wären wir nach unten gegangen und hätte da mal richtig aufgeräumt. Ich traute meinen Augen kaum: Leute, Leute und nochmal Leute, alle waren am Essen und am Singen. WAS WAR DA LOS?? Opa hatte letztens noch behauptet, er wolle seinen Geburtstag NUR in Südtirol (s.o.) mit uns feiern, gab aber an dem Sonntag, ohne dass ich es ahnte, seine bereits zweite Party zuhause.
Zum Glück fanden Max und ich dann neben den ganzen großen Leuten (die mich teilweise noch nicht kannten) dann auch noch einen kleinen Spielkameraden, den wir zwar auch noch nicht kannten, der sich aber als ganz nett herausstellte. Ich hoffe jedoch im Sinne von Papa, dass sich das Bild bei den Parties, die ich später alleine besuche oder ausrichte nicht wiederholt. Ich total erschöpft zwischen mehreren Typen, die sich auch noch von mir füttern lassen. Dabei haben wir nur Wasser getrunken!